„A River of Royal Blood – Rivalinnen“ von Amanda Joy

Werbung | Rezensionsexemplar

Der Start einer Dilogie, an der ich etwas länger gesessen habe, obwohl mir der Schreibstil und die grundliegende Idee gut gefallen hat.

Klappentext
Früher war ihre große Schwester Isa alles für Eva: ihre beste Freundin, ihre Lehrerin in Hofetikette und ihre Beschützerin. Kurz vor ihrem 17. Namenstag sind die beiden nur noch eins füreinander: Rivalinnen. Denn ihre Vorfahrin Reina – die erste Menschenkönigin von Myre – hat eine grausame Tradition ins Leben gerufen. Wie sie selbst damals, sollen auch die zukünftigen Königinnen sich den Weg auf den Thron erkämpfen. Während Isa Licht und Gedanken manipulieren kann, fürchtet sich Eva vor ihrer Blut-und-Knochen-Magie – einem weiteren brutalen Erbe von Reina. Doch wenn sie überleben will, muss sie ihre Angst hinter sich lassen. Und die Gefühle für ihre Schwester …

| Amanda Joy | A River of Royal Blood 1 – Rivalinnen | 400 Seiten | dtv Verlag |

Ich mag es ja gerne auch mal blutig in meinen Büchern und Blut-und-Knochen-Magie klingt total danach, aber so blutig war es dann doch eher nicht. Ja, es sterben Personen, aber eher durch andere als Evas Händen. Für mich lag der Schwerpunkt der Geschichte darauf, dass Eva genug Selbstbewusstsein und Lebenswillen entwickelt, um sich der Tradition zu stellen. Das wurde auch schön dargestellt, aber es zog sich teilweise auch sehr in die Länge.

Gewisse Geheimnisse, die im Laufe der Story aufgedeckt wurden, fand ich interessant, aber teilweise fehlte mir die Logik dahinter. Besonders das eine große, welches eine deutliche Wendung herbeiruft, hat mich fragen lassen, wie man das all die Jahre verheimlichen konnte.

Die Charaktere sind interessant gestaltet. Eva lernt man natürlich als Protagonisten am besten kennen. Ich bevorzuge ja Bücher, die aus mehreren Sichten geschrieben sind, weil ich gerne die Blickwinkel und Gedanken aller wichtigen Personen kennenlernen möchte. Auch hier hatte ich wieder den starken Wunsch Isa und die Königin selbst besser kennenzulernen, was leider nicht möglich war, da Eva kaum mit ihnen interagiert.

Die Welt ist interessant aufgebaut. Über die verschiedenen Völker erhält man im ersten Band ausreichend Informationen, um sich sicher durch die Geschichte bewegen zu können. Auch die Hintergrundgeschichten fand ich sehr schön eingewoben und lies mich die Traditionen besser verstehen.