„Der Herrscher des Waldes“ von Katharina V. Haderer

Düster und spannend geht es im dritten und finalen Band der „Black Alchemy“ Reihe weiter. Wir kehren an den Anfangsort der Geschichte zurück, treffen alte Bekannte, lernen neue Gegner kennen und müssen all unser Geschick und Wissen aufwenden, um uns den Gefahren zu stellen. Also eigentlich nicht wir, sondern Zeyn und Mirage.

Klappentext:
In den Wäldern Svonnheims taucht ein Monstrum auf, das die Einheimischen in Furcht versetzt. Alchemistin Mirage und Sergent Zejn sind sich sicher, dass es sich bei diesem Wesen um das verfluchte Kind handelt, das Mirage nicht töten wollte. Das Kind wurde bei der Geburt von der Totengöttin geweiht und ist nun ein gefürchteter Myling – ein Wesen, das dem Tod näher steht als dem Leben.
Gemeinsam machen Mirage und Zejn sich auf die Jagd nach dem Herrscher des Waldes und dem verlorenen Schwert der Totengöttin, während sie versuchen, wiederauferstandene Tote, alte Feinde und ihre Vergangenheit abzuschütteln.


| Black Alchemy 3 | Der Herrscher des Waldes | Katharina V. Haderer | 448 Seiten | Knaur Verlag |

Ein finaler Band weckt bei mir immer gemischte Gefühle. Zum einen freue ich mich darauf, endlich alle Geheimnisse und Verstrickungen kennenzulernen und die Helden dabei zu begleiten, wenn sie sich dem Endgegner stellen. Auf der anderen Seite bin ich bei einer fantastischen Geschichte auch immer traurig, dass es nun schon zu Ende gehen soll. Klar man kann immer wieder mit einem Reread in die Welt von Tradea zurückkehren, aber es ist doch nie das gleiche wie beim ersten Lesen.

Ich mochte es hier besonders Zeyn Sicht zu verfolgen, insbesondere weil er sich wieder mit seiner Exverlobten beschäftigen muss und ich ihm schon sehr früh gewünscht habe, dass er ihren Verlust verarbeitet bekommt. Mirage Sicht war zwar auch nicht langweilig und man erkennt hier deutlich, wie sich sich im Verlaufe der Story entwickelt hat, aber Zeyn hat mich trotzdem mehr packen können.

Die Handlung war wie schon in den ersten Bänden düster, die Kämpfe blutig. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Unschuldige sterben wie Schuldige, sympathische Personen wie unsympathische. Niemand ist sicher und das liebe ich an der Reihe.

Zum Ende hin wurden meine letzten offenen Fragen beantwortet. Trotzdem muss ich sagen, dass ich nicht ganz zufrieden war. Ich hätte es mir tragischer gewünscht. Auch wenn ich glaube, dass sehr vielen das leicht offene mit einem Hauch von Hoffnung für eine bestimmte Zukunft gefüllte Ende gefallen wird.

„Black Alchemy“-Reihe:
1. Das Schwert der Totengöttin 
2. Der Garten der schwarzen Lilien 
3. Der Herrscher des Waldes