„Forever mine“ von Kara Atkin

Hatespeech und seine Folgen sind Thema von Band 2 der Reihe „San Teresa University“. Protagonistin Kate kennen Leser:innen der Reihe schon aus dem ersten Band und schon da war sie mir sympathisch. In „Forever mine“ wird nun ihre Geschichte erzählt und die hat es in sich.

Klappentext
Sie wollte nur eine Nacht lang ein ganz normales Mädchen sein. Doch seitdem ist nichts mehr, wie es war. Als die gesamte Universität von Kates One-Night-Stand mit Alec Volcov, dem Playboy der San Teresa University, erfährt, ist ihr sauberes Image als Bloggerin von einem Tag auf den anderen zerstört. Kate will einfach nur vergessen, was passiert ist, und zieht deshalb in ein neues, ruhigeres Wohnheim um. Was sie nicht ahnt: Ihr Zimmernachbar ist ausgerechnet Alec, der sie nicht nur bei jeder Begegnung an die Nacht erinnert, die ihr Leben für immer verändert hat, sondern der ihr plötzlich auch nicht mehr aus dem Kopf gehen will …
Quelle: Lyx Verlag

Kara Atkin | San Teresa University 2 – Forever mine | 474 Seiten | LYX Verlag | Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Als Influencerin hat Kate kein einfaches Leben. Ständig unter Beobachtung zeigt sie sich in der Öffentlichkeit immer von ihrer besten Seite und ehrlich gesagt, war ich ziemlich schnell der Meinung, dass ihr Leben eine Wendung braucht, damit sie mehr sie selbst sein kann. Tja, aber so eine Wendung wie im Buch wünsche ich absolut niemanden.

Die Handlung zeigt sehr deutlich wie ein einziger Post das Leben nicht nur ins Chaos stürzen kann, sondern auch wie viel Neid und Hass in Menschen stecken. Nicht nur in den Sozialen Medien muss sich Kate mit Gerüchten, Hass und Beleidigungen auseinandersetzen. Nein, das ganze verfolgt sie auch in die reale Welt.

Wenn man mit einem Schlüssel alle Schlösser öffnen kann, dann hat man den Generalschlüssel. Wenn ein Schloss bei jedem x-beliebigen Schlüssel aufspringt, dann hat man einfach nur ein sehr, sehr billiges erwischt.

Kara Atkin: Forever mine. Lyx Verlag 2020, S. 173.

Ich habe beim Lesen öfter mal das Buch zuklappen und tief durchatmen müssen. Bei obigen Zitat sogar ein bisschen länger, da ich demjenigen der das gesagt hat, gerne durch das Buch eine gepfeffert hätte. Dabei bin ich eigentlich gegen Gewalt. Insgesamt zeigt die Geschichte wie sehr man direkt und auch indirekt Menschen durch Worte und Verhalten verletzen kann.

Zum Glück treffen wir im Buch nicht nur auf solche Idioten, sondern auch auf alte Bekannte aus dem ersten Band wie Raelyn und April, und natürlich ganz neuen Charakteren. Dean hat sich ja ein bisschen in mein Herz geschlichen. Und dann haben wir natürlich noch Alec, unseren zweiten Protagonisten. Der konnte sich ja auch schnell bei mir Sympathiepunkte abholen. Seine Geschichte ist fast so spannend wie Kates.

Wer eine Liebesgeschichte sucht, in der viel Action vorhanden ist und alles zackig, zackig geht, sollte zu einem anderen Buch greifen. Die Handlung hier verläuft ein bisschen langsamer, weil, wie ich finde, sehr viel Wert auf die Darstellung der Gedanken und Gefühle gelegt wird. Was mir sehr gut gefallen gut. So konnte ich die Handlungen von Kate und Alec sehr gut nachvollziehen und die beiden richtig kennenlernen. Das heißt aber nicht, dass das Buch Längen hat. Zumindest ich bin von Seite zu Seite geflogen und war selbst überrascht, wie schnell ich mich dem Ende näherte.

Auch wenn „Forever mine“ eigenständig gelesen werden kann, da es eine abgeschlossene Handlung ist, würde ich doch empfehlen erst „Forever free“ zu lesen. Sonst spoilert ihr euch Raelyns Entwicklung und „Forever free“ ist eh super. Meine Rezension findet ihr hier. Und jetzt warte ich gespannt auf Band 3, welches Ende Juli erscheint.