Poker und Strategie

Dieser Beitrag ist im Rahmen einer Blogtour zum Erscheinen des zweiten Bandes der Shark-Reihe im Jahr 2018 entstanden.

Poker mit Hai“ – so heißt der Titel des zweiten Bandes der „Shark Temptations“-Reihe von B.D. Winter. Poker ist den meisten wahrscheinlich ein Begriff. Ein Kartenspiel, bei dem man wortwörtlich eine gute Hand, Nerven und – bei richtigen Spielen – auch genügend Einsatz haben sollte. Letzteres meistens in Geldform. In unserem Buch hingegen werden um ganz andere Einsätze gespielt.

Was ist Poker nun aber genau?

Das Spiel gibt es in verschiedenen Formen. Ich selbst spiele ab und an gerne mal Texas Hold´em Poker online. Allerdings nur Laienspiele ohne echte Einsätze. Was ich persönlich nicht als richtiges Spielen bezeichnen würde. Ganz einfach aus dem Grund, weil man nichts verlieren kann und einfach zu viele Bluffen. Den genau das ist etwas, was bei richtigen Spielen sehr gut überlegt werden sollte. Poker ist ein Strategiespiel. Es geht um Wahrscheinlichkeiten und nicht nur um Glück. Anders als beispielsweise bei Roulette, bei dem man einfach nur Glück haben muss.

Ich selbst bin kein Profi beim Poker und habe ehrlich gesagt auch kein einziges Ratgeberbuch zu Hause, aber trotzdem kenne ich einige der Strategieregeln, an die sich Anfänger erstmal halten sollten.

Erste Regel: Die meisten Hände werden weggeworfen. Keine Bildkarte auf der Hand? Weg damit! Ein Pärchen? Sehr gut! Ein niedriges Pärchen? Überleg es dir gut, ob du ins Spiel einsteigst. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anderes durch den Flop ein höheres Pärchen erhält, ist höher, als das du einen Drilling bekommst.

Zweite Regel: Reden ist silber, Schweigen ist Gold. Selbst unverfängliche Fragen sind gefährlich, weil meistens nicht die Antwort interessant ist, sondern deine Stimmlage. Gestik, Mimik, Stimme – alles kann dich verraten. Also lerne, diese zu beherrschen. Pokerface ist alles!

Dritte Regel: Lass den großen Bluff! Wenn du nichts auf der Hand hast, ist es zu gefährlich!

Vierte Regel: Betrachte das Pokergeld als Spielgeld. Nur wenn du bereit ist, alles zu setzen, kannst du richtig spielen. Auf Dauer merken die erfahrenen Spieler, dass du zögerst All In zu gehen, und dann spielen sie mit dir. Raisen, Raisen, Raisen, auch wenn sie selbst nichts in der Hand haben.

Fünfte Regel: Sammle Informationen über deine Gegner! Wie spielen sie üblicherweise? Gibt es etwas, was sie verrät? … Je besser du deinen Gegner kennst, desto eher kannst du einschätzen, ob derjenige blufft oder nicht.

Poker

Passen oder All In – was soll Merahwi tun?

Im Buch wird kein richtiges Poker gespielt, aber es steht viel auf dem Spiel und die Einsätze sind hoch. Wie beim Poker kann sich bis zum Showdown alles ändern. Merahwi geht meiner Meinung nach mit einer schwachen Hand ins Spiel. Er weiß ja noch nicht mal, wer da überhaupt sein Gegner ist, aber er beherrscht im Gegensatz zu Rodchenko Regel zwei und fünf perfekt. Und beides sorgt dafür, dass er nicht vorzeitig aussteigen muss. Die vierte Regel ist meiner Meinung nach das Problem von Merahwi. Er will gewinnen, doch er trägt viel Verantwortung – für seine Familie und seine Mitarbeiter. Ob er wirklich bereit war, alles zu riskieren oder ob Rodchenko dadurch das Spiel dominierte, müsst ihr selber rausfinden.

Und mich ruft jetzt der Pokertisch ….