„Roveon“ von Tanja Rast

Werbung | Rezensionsexemplar | „Schmachten & Schlachten“ ist ein Reihentitel unter dem verschiedene Einzelbände von Tanja Rast laufen, da diese zwei Gemeinsamkeiten haben: Kampf ums Überleben und eine entstehende Liebe. „Roveon“ ist auch Teil dieser Reihe und gefällt mir von den bisher gelesenen am besten.

Klappentext
Roveon, der blinde und aufbrausende Feuermagier des Kaisers, hat die Aufgabe, die Klippenstadt zu verteidigen. Doch als eine feindliche Übermacht die Mauern überwindet, bleibt auch ihm nur der Rückzug. Zusammen mit der Küchenmagd Yaelin flüchtet er in die unterirdischen Friedhöfe im Klippengestein. Die Sicherheit trügt, denn die Angreifer haben es offenbar auf Roveon selbst abgesehen. Und er ist mit dieser störrischen Magd geschlagen, die ihn zwar nach Kräften unterstützt, aber auch sichtlich Gefallen daran findet, ihn herumzukommandieren. Gleichzeitig scheint sie nicht abgeneigt, ihrerseits Roveon zu erobern …

| Schmachten & Schlachten 1 | Roveon | Tanja Rast | 474 Seiten | Erschienen 2018 im Selfpublish |

Ich habe schon zwei andere Bücher, die der Reihe „Schmachten & Schlachten“ angehören, gelesen und mich nicht an den Übertreibungen in der Schlacht gestört. Zum Beispiel, dass da mehrere Köpfe mit einem Schwerthieb abgetrennt werden. Trotzdem war ich sehr positiv überrascht, dass dies in diesem Buch nicht der Fall ist. Ich habe zwar nicht viel Ahnung von Kriegsführung, aber in diesem Band sind mir große Übertreibungen nicht aufgefallen. Selbst Roveon mit seiner Feuergabe hat klare Grenzen und ist nicht unbesiegbar.

Und damit kommen wir direkt zu unserem Helden, über dessen Charakter ich mich am Anfang des Buches herrlich aufregen konnte. Eingebildet, stur, total von sich selbst überzeugt und einfach zum Kotzen – das war mein erster Eindruck. Aber wenn man dann hinter die Fassade geblickt hat, erkennt man, warum Roveon ist wie er ist und sieht auch seine weichen Seiten. Außerdem entwickelt er sich charakterlich im Buch weiter. Er ist wird kein komplett anderer Mensch, aber ich gewann ihn lieb.

Wichtig für diese Entwicklung sind Amares, Thalis und Yaelin, wichige Personen, aus deren Blickwinkel wir auch viel erleben. Vor allem Yaelin mochte ich direkt, während ich die anderen beiden erstmal kennenlernen musste.

Die Handlung fand ich super. Zahlreiche spannende Wendungen und verschiedene Geheimnisse, die unsere vier Personen neben den Seeräubern zu bewältigen haben. Auch wenn alles miteinander verwoben wurde, hatte ich nie das Gefühl, dass es zuviel wurde oder irgendwas nicht sauber zu Ende gebracht wurde.