Was sind eigentlich Mantel und Degen Romane und was hat eine Schlange damit zu schaffen?

2017 stellte ich im Rahmen von einem Autorentag Barbara Druckers Buchreihe über den Marchesen vor. Aktuell sind zwei Romane erschienen und am dritten Band wird gerade fleißig geschrieben.

© Kopainski Artwork

Die Romane werden als Mantel-und-Degen-Romane betitelt. Das Genre ist ein Subgenre des Abenteuerromans, mir persönlich aber nur durch Filme bekannt. Früher haben mein Papa und ich öfter mal solche Filme zusammen geschaut. Zum Beispiel Die Drei Musketiere oder Der Graf von Monte Christo. Wobei ich bei letzterem mehrere Anläufe gebraucht habe, bis ich den mal in Gänze gesehen hatte. Irgendwie hatte immer was gefehlt. Zu spät eingeschaltet, zwischendrin gab es Mittagessen oder ich musste irgendwohin und konnte die nächste Folge nicht sehen. Die Zorro-Filme hingegen haben mich nie so gereizt, dann doch lieber Fluch der Karibik.

Wie der Name schon verrät, gehören Mantel und Degen zur alltäglichen Kleidung bzw. zur bevorzugten Nahkampfwaffe und somit spielen solche Romane/Filme zumeist im 17. oder 18. Jahrhundert. Im Falle unseres Marchese befinden wir uns im Jahre 1785 irgendwo in einem deutschen Duodezfürstentum. Ja, das Wort musste ich erstmal googeln und anscheinend ist das eine Spottbezeichnung für extrem kleine Fürstentümer.

Der Held (oder die Helden) kämpft also mit Mantel und Degen gegen Ungerechtigkeit, Intrigen und Morde für Freiheit, Gerechtigkeit bzw. seine Ideale. Unser Marchese scheut allerdings selbst nicht vor Intrigen oder Mord zurück, wenn es darum geht, die Mission zu erfüllen. Mord natürlich nur, wenn es die richtigen trifft. Die meisten Helden dieses Subgenre werden als tollkühn, gerecht, selbstlos und intelligent beschrieben, während die Gegner macht- und gelgierig, von Hass zerfressen, verschlagen und ebenfalls intelligent sind. Was davon auf den Marchese und seine Gegner zutrifft, müsst ihr wohl selbst herausfinden. 

Ich selbst werde jetzt nur sagen, dass ich von Marchese fasziniert war, auch wenn ich ihn am Anfang nicht leiden konnte und jemand anderen bevorzugte. Aber je mehr ich vom Marchese erfuhr, desto lieber hatte ich ihn. Barbara Drucker hat mir übrigens erzählt, dass der Marchese eine Mischung aus Marquis Posa (aus Schillers Don Karlos), Winnetou, ein bisschen James Bond und eben den Mantel-und-Degen-Filmen sei. Den Marquis kenne ich zwar nicht, aber bei dem Rest konnte ja kein schlechter Mann bei raus kommen 😉

Klappentext
Nach Morden im Fürstenhaus kämpft der »Marchese« darum, das Machtgefüge wiederherzustellen, doch sein Auftrag wurde manipuliert. Während der Meisterspion herauszufinden versucht, auf wessen Seite er kämpft, sind ihm skrupellose Gegner stets einen Schritt voraus und verbünden sich mit seinem Erzrivalen, um ihn endgültig zu vernichten.
Ein packender Historienthriller um einen zerrissenen Helden zwischen Pflichterfüllung, seinem eigenen Machtanspruch und der Suche nach Liebe.

Wisst ihr, was mich an diesem Klappentext besonders gereizt hat? Das Wörtchen „Geheimbund“. Und die Covers sind auch ein Traum. Da hat Alexander Kopainski fantastische Arbeit geliefert. Vor allem die Schlangen. Die sehen so echt aus. Also ob sie gleich aus dem Buch herauskriechen. Was jetzt aber genau die Schlange in in einem Mantel und Degen Roman zu suchen hat, das könnt ihr selber rausfinden, wenn ihr die Bücher lest.

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